FAQ Estrich-Unterbau bei geölten Massivdielen

Estrich-Unterbau bei geölten Massivdielen

Frage:

Eignen sich gipsgebundene schwimmende Trockenestrich-Konstruktionen für die Verklebung von geölten Massivdielen?


Domink Kison:

Insoweit möchte ich zunächst auf den gegenwärtig aktuellen Kommentar zur DIN 18 356 „Parkettarbeiten“ (3. Auflage 2011 Barth/Schmidt/Strehle) verweisen. Dort wird im Anhang 11 „Trockenunterböden“ die Herstellung parkettgeeigneter Trockenunterböden umfassend abgehandelt.

Die Kommentar-Autoren vertreten insoweit eine klare Auffassung, dass schwimmend verlegte Trockenestriche aus gipsgebundenen Trägerplatten sich nicht für die Aufnahme massiver Parkettfußböden eignen. Massive Parkettelemente unterliegen mehr als mehrschichtige Konstruktionen den Auswirkungen raumklimabedingter Holzfeuchte- und damit Dimensionsänderungen, die bei der für massive Parkettdielen erforderlichen Klebeverbindung unmittelbar auf die Trockenestrichplatten übertragen werden. Insbesondere Trockenestrichplatten mit einer Schichtdicke von 20-25 mm verfügen nur über eine begrenzte Widerstandsfähigkeit gegen aufkommende Schubkräfte und reagieren auch innerhalb der normal erwartbaren Schwankungsbreite der Holzfeuchteänderungen mit bi-Metalleffekt-ähnlichen Verformungen.

Selbst bei der Herstellung von schwimmend verlegten Trockenestrichen und der Verwendung von Holzwerkstoffplatten wird auf eine größtmögliche Stabilität und Aussteifung verwiesen. Grundsätzlich ist es bei der Herstellung schwimmender Trockenestrichkonstruktionen, gleich welche Art von Druckverteilerplatten eingesetzt und zur Verwendung vorgesehen wird, zwingend notwendig, diese auf die Art des zur Verlegung vorgesehenen Parketts abzustimmen – und nicht umgekehrt. Dementsprechend ist dies eine wichtige Voraussetzung für die Planung.

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